Der heilige Kreuzzug"Die Ungläubigen sind im Unrecht, Die Christen im Recht! Tod den Ungläubigen!" Mit diesem Motto verkündet Papst Urban II. im November 1095 den ersten "Heiligen Krieg". Mit dem Ausruf "Gott will es!" brechen die Soldaten Christi auf ins Heilige Land. Auf ihrem Zug hinterlassen sie Zerstörung und Blutgeruch. Die Aufführung entfernt sich von der historischen Beschreibung, um sich dem menschlichen Mikrokosmos zuzuwenden. Als brennende Funken einer aufgelösten Menschheit, schüren die Antihelden mit der roten Nase eine dunkle, verrostete Komik. Besessen von Fixierungen und banalen Befürchtungen, widerspricht die clowneske Silhuette den Eigenschaften heldischer Soldaten. Der "Heldische Glaube- und Liebeskreuzzug" - begonnen mit großen Erwartungen - entpuppt sich als die Chronik von Intoleranz, Gier und Grausamkeit. |
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| Idee, Konzeption, Regie: | Mina Tinaburri |
| Co-Leitung: | Ulrich Ernitz |
| Es spielen: | Melanie Ancic', Kathrin Blüchert, Johann Boehncke, Florence Corre, Esther Nicklas, Charlotte Bisted Olsen, Christian Sengewald, Anna Wiesemeier |
| 2000, Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin, Abt. Puppenspielkunst | |

